Pac Gedanken

Blut aus Nord – Ethereal Horizons

Bin schon länger aus dem Thema Black Metal raus, da sich mittlerweile alles immer im Kreis dreht und im gewissen Alter auch eine gewisse Sturheit einhergeht, welche neue Musikgruppen den Einstieg ins Gehör erschwert. Und mal ehrlich, bei Klassikern wie alte BaN, Darkthrone, Emperor und Dissection wird es schwer sich noch gut daneben zu platzieren. Wenn der Kopf hinter BaN Vindsval dann aber was raushaut, spitze ich die Ohren. Die letzten Experimente waren für mich eher durchwachsen. Eigentlich war der letzte Brecher wirklich die Memoria Vetusta III. Zwar schaffte es auch gelegentlich Hallucinogen auf die Anlage, aber Paein bleibt ein Meisterstück, direkt nach dem Konzeptalbum Ultima Thule!

Zurück zur neuen Veröffentlichung Ethereal Horizons – ein kurzes reinhören auf Bandcamp (https://blutausnord.bandcamp.com/album/ethereal-horizons) verschaffte schonmal die normale Spitze von 20 Sekunden zu überbrücken. Ich war gebannt, wie ich es schon lange nicht mehr wahr. Bereits nach dem Opener war das Album bereits erworben und lief in bisheriger Dauerschleife hoch und runter. Hier passt einfach wieder alles und es reiht sich in der Stimmigkeit direkt nach Ultima Thule ein. In meinen Augen sind UT und EH die besten Black Metal Alben die es bisher gab UND geben wird. Der Sound nimmt einen direkt mit, diesmal nicht roh abgemischt sondern sehr druckvoll. Passend um die Atmosphäre einzufangen. Die Riffs ziehen sich quer durch alle Lieder, die Harmonien welche vereinzelt auftauchen und das Klangbild – ich schwärme. Wer etwas für Black Metal übrig hat – holt es euch! Besser wird es 2025 nicht mehr, und 2026 auch nicht.

Im Verlust des Individuellen

Die Menschen fürchten die KI. Sie präsentiert uns etwas, was wir lange nicht wahrhaben wollten. Das unser Wissen, unser Gemüt lenkbar und Messbar ist. Die Angst dass zahlreiche Berufe wegen KI wegfallen, ist teilweise begründet. Warum? Weil KI eines gut kann – Standardfälle gut abarbeiten. Alles was durchgehend dokumentiert, festgelegt und belegbar ist, kann durch KI abgearbeitet werden. Der Standardversicherungsfall welcher mit jahrelangen anderen Fällen in der KI trainiert wurde, kann nun automatisiert abgearbeitet werden. Es muss nur noch eine Prüfinstanz vorhanden sein, welche den Fall kurz prüft und freigibt. Oder aber auch im IT Sektor. Viele Szenarien sind per Definition nun in Standardprozessen aufgeteilt. Wird KI dort trainiert, nach Best Practices etc. kann diese gute Ergebnisse bringen. Große Firmen drängen seit Jahren auf Standard Prozesse, damit alles dokumentierbar, weniger Supportanfällig und reproduzierbar ist. Die Brücke zu KI und Angst – wir erkennen, daß wir Menschen doch messbar, ersetzbar sind. Jahrelange mediale Einhämmerung der Individualität zerfällt langsam. Denn auch Subkulturen und “Individuen” mit Social Media Präsenz sind nur eins – Leitbilder und Produkte einer Marke/Firma. Ein wahrer Individualist lässt sich nicht steuern, benötigt keine finanzielle Hilfe etc. Doch diese sind rar gesät. Der Rest lässt sich lenken, steuern – mit KI sogar sichtbar. Wir stecken noch in den Kinderschuhen und der erste KI Hype wird bald erledigt sein und für Ernüchterung sorgen. Doch sollten wir nicht außer acht lassen, wo KI schon überall im Einsatz ist und wir es nicht merken. Die Vermessung des Menschen – eine dystopische Fantasie, welche aber bspw. in asiatischen Ländern schon sehr weit fortgeschritten ist. Während wir Europäer das skeptisch sehen, ist es doch ein schleichender Prozess. Der Mensch ist messbar, berechenbar im Normalfall – das ist Rudelverhalten, seit Jahrtausenden in unseren Genen. Zwar erlaubt uns der aktuelle Wohlstand ein gewisses Maß an Individualität, doch diese ist auch gesteuert durch den kapitalen Einfluss. Was bleibt ist das Bestreben NICHT messbar zu sein und uns Auswege zu überlegen wie wir dem Entkommen. Und diese Auswege sind uns vorgegeben im gesellschaftlichen Kontext. Denn solange ich dem System folgen muss, um zu Überleben, kann ich mich nicht entkoppeln. Unsere Gesellschaft ist über die Jahrhunderte auch so gewachsen um viele Wege bereits zu ebnen. Manache sind Steinig, aber am Ende doch schon vorgegeben. Im Informationszeitalter wird uns dass mehr und mehr bewusst. Und somit steuern wir auf eine Zeitenwende zu, welche uns älteren und auch den Jüngeren die Augen öffnen wird. Die Älteren kämpfen geistig dagegen an um der Wahrhabung zu entkommen, die Jüngeren kämpfen gegen die Einsicht an und versuchen daraus zu entfliehen. Die Gesellschaft bröckelt und der Umschwung ins neue Informationszeitalter wird hart. Er wird uns anerkennen lassen, daß nur wenige Menschen sich dem Messbaren entziehen können – nur um später doch erfassbar zu sein.

Uhren sind ein teuers Hobby meinerseits. Gerade in den Corona Jahren gab es eine Anhäufung vieler Zeitableser, oft im normalen (~300 Euro Bereich) aber auch einige im höheren Preissegment. Nach ein paar Jahren hat die Leidenschaft nachgelassen, da wie es bei allen Hobbies ist, man irgendwann merkt, dass die Technik dahinter oft die gleiche ist. Während ich langsam meinen Frieden gefunden habe (Damasko möchte ich hier empfehlen), möchte ich den Bogen spannen auf etwas, was sich im IT Bereich derweile auch zeigt.

In vielen günstigen Uhren tickt ein Werk von Seiko oder Citizen. Also Stangenware. Das heißt, viele Marken und Kickstarter Projekte bedienen sich beim Design bei etablierten Klassikern und verbauen ein Standardwerk welchens man problemlos bei AliExpress oder Amazon kaufen kann. Während dagegen kaum etwas spricht, zeigt es eine Konzentration auf das innere auf wenige Hersteller. Die Schweiz, als Anmerkung, mach das gleiche mit dem ETA / Selitta Werk. Nun ist der Bogen bei der IT. Während viele Dienste zwar Oberflächlich etwas neues anbieten, konzentriert sich der Kern immer auf Google/Amazon/Microsoft Infrastruktur. Sprich – alles wird dort gespeichert, abegearbeitet. Diese Konzentration führt zu gewissen Abhängigkeiten, auch im Bereich der Machtkonzentration. Als Beispiel möchte ich Figma nennen, was beim Börsengang offenkundig darlegte, man sei komplett von der Cloud abhängig. Würde diese den Zugang heute sperren, wäre der Dienst nicht lauffähig. Man hat also aus dem Baukasten und ein wenig Eigenleistung etwas zusammengebastelt, was aber bei einem anderen läuft. Somit lege ich meine Firma und mein Arbeitskonzept komplett in die Hände von Dritten. Nun kann man dazu stehen wie man will (Kostennoten etc.) aber ich halte es nicht für erstrebenswert, meine geistige Leistung und auch meine technische Umsetzung derer, in dritte Hände zu bugiseren und dafür auch noch eine Stange an Geld zu zahlen. Bin ich eine kleine Firma, direkt am Start, verstehe ich den Gedankengang und dafür sind solche Dienste auch sehr gut nutzbar. Aber spätestens bei einer gewissen Umsatzgröße muss ich zusehen, davon loszukommen. Und ich beobachte diesen Trend auch in der weiteren Branche hier. Viele Unternehmen agieren auf diese Art. Das ist ein Kartenhaus, was auch gerade in der turbulenten Weltpolitik, wohl sehr bald zusammenbrechen wird.

Mal wieder zeigt Meta, wie sehr das Thema “Verschlüsselung” und Datensicherheit mit Füßen getreten wird. Whatsapp wird bald personalisierte Werbung anbieten (https://netzpolitik.org/2025/messenger-update-auf-whatsapp-laeuft-kuenftig-personalisierte-werbung/). Moment, personalisierte Werbung? Da müsste Meta doch wissen, was ich schreibe und mit wem? Aber es ist doch alles Ende-zu-Ende verschlüsselt und Meta hat doch keine Zugriff? Richtig? Richtig...?

Das Problem geht tiefer. Erstens, eine Ende zu Ende Verschlüsselung erstellt immer ein Schlüsselpaar. Beide Paare sind auf den jeweiligen Endgeräten. Aber wer verwaltet diese Schlüssel? Richtig, die App selber. Heißt, die App wird nicht wirklich gehindert den Schlüssel auf hiesige Server hochzuladen. Aber das Problem geht bei Meta noch viel weiter. Meta hat, genau wie Google, Zugriff auf weitere Infos, da viele Telefonnummern mit Facebook verbunden sind. Somit hat man schon eine gute Schnittmenge an Informationen. Wer dann auf dem Telefon noch die Facebook aktiv hat, wird sich bald wundern, was da alles abgegraben werden kann. Lange wurde spekuliert, ob die App lauscht, Daten abgreifen kann – nun wurde diese Vermutung bestätigt (und wie bei jeder guten Verschwörungstheorie –> sie wird am Ende wahr) – https://www.wespeakiot.de/localhost-tracking-meta-und-yandex/

Nun sammelt Meta auch mit Meta AI auf Whatsapp eure Daten. Zwar verspricht Meta, bestehende Chats nicht zu verarbeiten, NUR WENN IHR SIE FREIGEBT, aber – Meta in dieser Richtung zu vertrauen, ist wie darauf zu hoffen das es im Sommer schneit in unseren Breitengraden. Das Versprechen wird nicht einen Pfennig wert sein (für die Generation > 2000, Pfennig gab es vor dem Euro Cent ;) ).

Daher, tut etwas für eure Souvernität. Verlasst Whatsapp und wechselt zu den Alternativen. Signal oder Threema. Beide bieten unabhängige Betreiber. Threema kostet Geld, aber auch Whatsapp wird die Privatsphäre kosten lassen. Und am Ende werden die Daten trotzdem weiterverarbeitet. Signal finanziert sich durch Spenden. Whatsapp basiert auf der Signal Technik, kann also alles was auch Whatsapp kann. Lasst euch nicht verkaufen!

Dieser Artikel spricht mir aus der Seele:

https://www.molsonhart.com/blog/america-underestimates-the-difficulty-of-bringing-manufacturing-back (Archivlink: https://archive.is/71G3Z )

Es geht um die Zölle in Amerika. Das ist nicht der Punkt, dem ich zustimme. Vielmehr ist es die Ausführung in welche Abhängigkeit wir uns begeben haben, auch in Europa, in Deutschland. Der Chinese ist uns in allen Herstellungsprozessen überlegen. Wer von uns will sich noch hinsetzen und wirklich harte Arbeit erledigen. Das Überlassen wir den Zugewanderten, die aber aufgrund Bürgergeld etc. auch keine Lust darauf haben. Es ist ein Problem, welches nur schwer zu greifen ist.

Nachtrag: Da ham wirs: https://mastodon.social/@pth82/114392752244838859

Cursor wird aus dem VS Code Marktplatz verdrängt.

Lustigerweise wird immer wieder gewarnt, wie Unternehmen ihre Dienste für ihre Zwecke einsetzen. Microsoft bspw. wird seit Jahrzehnten ermahnt, daß sie ihre Marktmacht ausnutzen. Und trotzdem wird immer weiter eifrig die Software genutzt. Es ist wie mit Apple – solange man im vorgegebenen Ökosystem bleibt, ist alles in Ordnung. Möchte man aber als Dritthersteller darauf zugreifen, erliegt man schlimmstenfalls Restriktionen oder bekommt schwere Mühlsteine in den Weg gelegt. Diese Debatte hat zwei Seiten: natürlich liegt es im Interesse der Anbieter, daß nur ihre Software genutzt wird und Zugriffe auch von der eigenen Erfolgt. Immerhin ist es deren Infrastruktur, welche auch Geld kostet. Drittanbieter, wie Cursor bspw., greife auf Ressourcen zu und verwenden diese für eigene, kommerzielle Zwecke. Das wurde bis zu einem gewissen Rahmen gedulded, aber seit letzter Woche scheint es damit vorbei zu sein. Denn externe Zugriffe auf den VS Code Marktplatz dürfen nur noch von Microsoft Produkten erfolgen: https://devclass.com/2025/04/08/vs-code-extension-marketplace-wars-cursor-users-hit-roadblocks/

Ein richtiger Schritt? Nach Aufbau der großen VS Code Gemeinschaft hat das natürlich ein Geschmäckle, denn wie auch bereits vorher wird eine Marktposition ausgenutzt. Fairerweise muss man sagen, daß VS Code nicht angeschafft werden muss und somit jeder frei ist, etwas anderes zu nutzen. Aber berichten von Stackoverflow nach, ist es die meistgenutzte IDE im Entwicklungsbereich (https://survey.stackoverflow.co/2024/technology/#1-integrated-development-environment). Damit geht man eine gewisse Verantwortung ein und muss natürlich damit rechnen, daß Drittanbieter die Dienste mitnutzen möchten. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es natürlich auch zu sehen. Es wird eine Umgebung bereit gestellt die dann kostenfrei von anderen abgegrast wird. In der Geschäftswelt hat Moral keinen Bestand, daher ist der Schritt von Microsoft nachvollziehbar. Mit OpenVSX gibt es einen anderen Marktplatz, welcher bspw. von der Eclipse Foundation genutzt wird. Vielleicht sollte man sich, gerade im Bezug auf Trumps restriktiver Politik, Gedanken über eine eigene Lösung machen. Auch wenn Cursor kein EU Produkt ist, ist es ein Beispiel was passieren kann, wenn der Zugriff auf US Ressourcen eingeschränkt wird.

Eine Rückkehr zu den europäischen Wurzeln.

Die #UnPlugTrump und “Kauft europäische Produkte und Dienstleistungen” Bewegung nimmt langsam fahrt auf. Während wir bei vielen Dingen noch sehr USA abhängig sind, gerade im Bereich IT (hierauf beziehe ich mich), ist es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Rechner könnten mit Linux betrieben werden, wobei ich gestehen muss, daß es leider auch 2025 mehr Zumutung als Spaß ist. Auch auf den Mobiltelefonen sieht es hier eher mau aus. Hier herrscht noch Apple oder Google, wobei es dort auch schon alternativen gibt, welche von Google befreit sind.

Wichtiger sind aber bereits jetzt, Applikationen welche wir mit unseren Daten füttern. Facebook bzw. Meta mit Facebook und WhatsApp/Instagram sind ein Beispiel von sammlungsfreudigen Anwendungen, welche vielerorts unsere Telefone bestimmen. Schon immer gab es Warnungen, wie Datenschutztechnisch die Abwicklung gehandhabt wird (Spoiler: es gibt keine Datenschutz und alles(!) wird für Werbung und Tracking verwendet). Trotzdem wird es immer noch genutzt. Nun gibt es mit Meta AI eine neue Funktion, welche Benutzer an sich binden soll. Die AI verarbeitet aber auch Daten von euch als Anwender. Und sie scannt eure Nachrichten und Verläufe und füttert somit das große AI Model im Hintergrund. Ist das kritisch? Ja! Denn damit wird ein Wegbereiter einer Pre-Analyse von euch als Person ermöglicht. Nichts ist intimer als der Messenger Chat bei vielen, gepaart mit Surfverhalten und Meinungen auf Instagram und Facebook. All diese Daten zusammengefasst ergeben ein gutes, persönliches Bild. Testet doch mal euren Profilexport und sendet ihn zur Analyse an ChatGPT oder Claude –> nein, tut das nicht, aber genau das passiert im Hintergrund. Als nächster Schritt wird eine Datenanalyse von Seitens der Regierung irgendwann ermöglicht und schon sind wir in einer dystopischen Fantasie ala Minority Report gefangen. Und das ist keine Schwarzmalerei – das wird über die nächsten Jahre kommen.

Wie entkomme ich den Datensammlern? Nun alternativen gibt es leider nicht wirklich viele. Denn eines hat jede Freiheit gemein – sie kostet Geld. Signal ist auf Spenden angewiesen und betreibt ihre Server in der Cloud bei Amazon. Also auch US Unternehmen. Hier würde ich persönlich keinen Finger verwetten, daß sie am Ende nicht auch einknicken. Telegram bietet keinerlei Schutz vor Regierungen. Die Festnahme von Pavel in Frankreich + die danach eingeführte “Meldefunktion für private Chats” spricht Bände. Bleibt als europäische Lösung nur Threema. Kostet aber einmalig, finanziert sich aber durch Enterprise Verwendung. Eine Auflistung der Vorteile erspare ich mir, daß hat ein andere Blog gut zusammengefasst: https://www.messenger-matrix.de/messenger-matrix.html

Weitere Infos: https://www.kuketz-blog.de/unplugtrump-mach-dich-digital-unabhaengig-von-trump-und-big-tech/ https://www.kuketz-blog.de/ebay-nutzerdaten-fuer-ki-training-opt-out-erforderlich/ https://www.kuketz-blog.de/argumentationshilfe-fuer-elternabende-warum-whatsapp-in-kita-und-schule-keine-gute-wahl-ist/ https://www.bleepingcomputer.com/news/artificial-intelligence/whatsapps-meta-ai-is-now-rolling-out-in-europe-and-it-cant-be-turned-off/ https://www.goeuropean.org/

Altes Hinterfragen

Gerade im Bereich der IT ist es manchmal von Nöten, alte Gewohnheiten und System zu hinterfragen. Wurde schon immer so gemacht kann in der schnellebigen Branche schnell zum Stillstand führen. Wiederum soll es nicht bedeuten, jeden Hype hinterherzurennen.

Sehen wir uns beispielsweise Docker an. Die eigene Entwicklung in einem Container packen und dort ausführen. Für schnellebige Projekte mit diffusen Anforderungen (DB Server hier, MongoDB dort, ElasticSearch dort) und auch eigenen Entwicklungen eine tolle Sache. Es ging sogar soweit, daß es in die Cloud (=andere Computer von “anderen”) gewandert ist und im Kubernetes Umfeld sein dasein fristet. Doch Docker Container auf produktiven Servern On-Premise? Sicherlich gibt es einige Admins die das eingerichtet haben, doch die breite Masse wage ich zu bezweifeln. Ja, es bietet seine Vorteile, gerade im Bereich wo Sicherheit wichtig ist – doch hier ist meines Erachtens auch ein großer Nachteil – so richtig weiß man nie, was im Container versteckt ist, SOFERN man sich nicht die Mühe macht, alles selbst zu gestalten – was den Aufwand wieder erheblich erhöht.

Nun folgen wir mal den alten Gewohnheiten auf kleinerer Ebene. Lange war ich ein Verfechter von UltraEdit. Doch aufgrund aktueller Entwicklunge und der neuen “Entshittification” (Quelle: https://pluralistic.net/2023/08/27/an-audacious-plan-to-halt-the-internets-enshittification-and-throw-it-into-reverse/ ) wurde der einst schnelle Editor träge. VSCode bzw. VSCodium ist wegen des Electrons/Typescript Framework keine alternative für mich und so probierte ich nach langen Jahren mal wieder NotePad++ (keine Angst, vim ist auch auf meinem Arbeitsgeräte, aber dann wirklich zum Skripten). Ich war überrascht welche Fortschritte der Editor gemacht hat und auch durch die Plugins sehr erweiterbar ist. Und Pfeilschnell ist er auch. So muss das sein. Daher eine Altlast weniger.

Umwandlungen

Je älter man wird, desto mehr Einblick bekommt man in viele Dinge des Lebens. Es fängt mit Kleinigkeiten an, wie eine gewissen Gelassenheit über bestimmte Abläufe und auch die Sicht auf viele, heutzutage neuartige Trends. Es gibt den Spruch “Tradition schlägt jeden Trend” und dem stimmt man mit zunehmendem Alter zu. Sieht man die Dinge nach dem physikalischen Gesetzen, so erkennt man ein klares Muster – alles auf dieser Welt wandelt sich, aber verändert sich nicht. Denn Energie kann sich nur wandeln, nicht ändern. Und Energie, unser Leben, unsere Art Dinge zu tun, kann nur immer im Wandel sein, aber im Endeffekt sich niemals ändern. Um nicht zu philosophisch rüberzukommen, komme ich auf dem Punkt innerhalb der IT zu sprechen.

Gerade aktuell und die letzten Jahre war das Thema Cloudcomputing und digitales Outsourcen ein Trend. Das heißt die Expertise wurde eingekauft, während die eigene Expertise gesunken ist. Damit diese nicht wieder billig eingenommen werden kann, wurde von den Anbietern eine eigens entwickelte Sprache zur “Kommunikation” mit den Systemen verabschiedet. Damit nicht jeder sofort damit klar kommt, verkauften die Anbieter natürlich dementsprechende Zertifizierungen. Ein perpetuum Mobile der Geldvernichtung. Um nochmal klar auszudrücken, was in der IT in den letzten Jahren geschah:

  • Firma möchte die eigenen IT Kräfte nicht weiter hoch entlohnen –> “billige Lösung” in der Cloud
  • Cloud kann nur über komplizierte Wege angesprochen werden, langsame Entkopplung von anderen Anbietern –> Wallet Garden
  • um mit der Cloud sicher zu “reden”, bietet der Anbieter(!) Zertifizierungen an
  • Firma zahlt nun viel Geld für Zertifizierungen und Cloud Lösungen, die aufgrund der steigenden Nutzerzahlen mehr und mehr Ressourcen benötigt und die Fachkräfte (welche in der eigenen Firma fehlen) an sich bindet

Ein Kreislauf welcher so krude und am Ende stupide ist und man wieder sieht, wie Marketing wirkt. Energie Wandlung hier –> Kompetenz im eigenen Betrieb wird freigesetzt –> sucht sich neue Stellen der Verwirklichung –> wird besser bezahlt und die Cloud Firma erhält Geld vom ehemaligen Arbeitgeber.

Es gibt soviele Fälle, wo es zutrifft... doch gerade das wachsende Cloud Geschäft ist eine der größten Geldverbrenner der Neuzeit im IT Bereich.

Schon immer rumorte es, schon immer wurde es von den Schwurblern prophezeit... die Medien sind US gesteuert und der NDR rudert in seiner Investigation zurück: https://www.mediapart.fr/en/journal/international/021224/german-broadcaster-ndr-censored-own-investigation-world-s-largest-consortium-investigative-media