Monat: Oktober 2024

Ein Artikel über das Leinacher Hüttendorf 2024

Zum ersten Mal fand in der ersten Woche der Schulsommerferien in Leinach ein\nHüttendorf statt. 75 Kinder errichteten auf dem FC Sportgelände in Kleingruppen\nHütten aus Holzpaletten. Dabei wurden die Hütten nicht etwa nur\nzusammengenagelt, es wurde auch gestrichen, dekoriert und regenfest gemacht.\nDie Idee, das in vielen Ortschaften bereits etablierte Hüttendorf auch nach Leinach\nzu holen, kam Patrick Schneider zusammen mit seiner Partnerin Silvia Pronat.\nIntention dabei war, den Kindern ein erlebnisreiches Ferienprogramm zu bieten, bei\ndem Kreativität und auch etwas handwerkliches Geschick gefragt sind. Dabei\nstand immer der Spaß im Vordergrund, und alle Kinder konnten sich passend zu\nihren persönlichen Stärken einbringen.\nUnterstützt wurden die beiden Hauptorganisatoren durch die DPSG, den FC\nLeinach und die beiden Leinacher Feuerwehren. Vor Ort mitgeholfen haben Jana\nKrieger, Marta Adamo, Erik Schlothauer, Timo Schlothauer, Charlotte Künzig, Fynn\nThomas, Simon Kümmel und Janina Ballali.\nVon Montag bis Freitag wurde vom Morgen bis zum Nachmittag an den Hütten\ngearbeitet. Insgesamt 210 Paletten wurden dabei verbaut. Am Freitagnachmittag\nveranstaltete die Feuerwehr ein buntes Programm für die Kinder inklusive\nHüttendorfolympiade. Den krönenden Abschluss bildeten dann am Freitag eine\nFeier mit den Familien der Kinder und die anschließende Hüttendorfübernachtung,\ndie sich aufgrund der Witterung kurzfristig in ein kleines Zeltlager verwandelt hatte.\nNach der erfolgreichen Premiere soll das Hüttendorf auch im nächsten Jahr wieder\nstattfinden.\n

Immer wieder kommt mir in den Sinn…

Immer wieder kommt mir in den Sinn, wie es in der Zukunft weitergehen soll. In vielen kritischen Blogs lese ich dystopische Vorstellungen, wie es hier in Deutschland aussehen wird. Das deckt sich in manchen Bereichen auch mit meinen Beobachtungen, welche ich im Bereich Arbeitsumfeld und Ehrenamt mitbekomme.\nWir bereiten uns langsam auf eine Zukunft vor, welche wie in Idiocracy aussehen wird. Das meine ich sachlich und nüchtern.\nBeispielsweise bemerke ich sehr oft, dass neue Kollegen welche frisch aus dem Studium kommen (als Informatiker, Entwickler etc.) keine Grundkenntnisse über tiefe Programmierung und deren Tools mehr haben. Vielmehr wird das Wissen über Frameworks schwadroniert, ohne zu merken welchen Ballast sie mitschleppen. Etwas klappt nicht? Warten bis der Framework Maintainer das Problem löst. Git? Nie gehört, keine Ahnung wie das funktioniert. Code debuggen? Kann das VSCode?\nAlles was nicht vorgegeben wird, kann nur sehr schwer ausgeführt werden. Eine Kenntnis, wie etwas unter der Haube funktioniert gibt es nur noch selten. Auch die Leidenschaft, sich damit näher zu beschäftigen ist nicht mehr gegeben. Geht nicht? Das IT Team soll sich drum kümmern und mir eine Lösung zusammenbauen – so wird dann alles abgewunken. Am Ende bleibt eine Arbeitskraft, welche nur nach den Standards arbeitet und selbst keinen Fingerzug mehr macht, um Probleme zu lösen.\n\nWeiteres Beispiel im Ehrenamt. Kinder kommen zu unseren Gruppenstunden und wir versuchen Themen anzuschneiden, die nicht auf allen Interessen stoßen (gemischte Gruppe, Altersspanne 3 Jahre teilweise). Mir ist bewusst, daß nicht immer alle Interessen abgedeckt werden können, trotzdem kann man erwarten das Kinder im Grundschulalter sich auch mal etwas zurücknehmen. Doch ein Gemeinschaftsgesfühl existiert nicht wirklich. Sehr viele Kinder sind egozentrisch erzogen, verlassen oder stören die Gruppenstunde. Selbst wenn von 14 Kindern bis auf 2 alle mitmachen, stören 2 massiv die Gruppe. Und das sind keine Einzelfälle. Jede Gruppenstunden erfahren wir durch die Bank, daß Kinder immer mehr auf sich bezogen sind und es nicht schaffen, sich auch mal auf etwas neues einzulassen, was am Ende spannend sein könnte.\nIch sehe das auch im Verhalten in der Freizeit. Kinder gehen nicht mehr einfach raus und spielen. Sie werden verplant, in Vereine gepackt und ausgelagert. Immer in eine Schublade um verräumt zu sein. Einfach mal so treffen? Geht nicht, vorab muss alles geklärt werden. In den Vereinen tummeln sich Kinder, die eigentlich gar nicht hier sein wollen aber mangels Alternativen dann halt dort sind, dementsprechend keine Lust zur Mitarbeit haben und sich langweilen – was dann zu obigen Verhalten führt (in diesem Fall verständlicherweise).\n\nWenn wir unsere Kinder verlernen lassen, wieder etwas spontan als Gruppe zu organisieren und einfach mal Dinge laufen zu lassen, dann erhalten wir irgendwann Menschen, die nur nach vorgegeben Strukturen funktionieren. Wie sollen unsere Kinder lernen, sich auf neue Situationen einzustellen, in der Neugier zu erfahren wie Dinge funktionieren, auch mal Niederlagen einzustecken ohne gleich komplette zu eskalieren?