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Was alles so schiefläuft

Am Sonntag durften wir unsere Nachbarin zum Kaffee begrüßen. Der Grund war banal eigentlich, doch es offenbarte etwas wirklich erschreckendes.

Letztes Jahr furh ein Schwerlastransporter durch unsere Straße. Da eigentlich keine Transporte dieser Art durch unser Dorf stattfindenen dürfen, wurden wir auch etwas unsaft gegen 21.20 Uhr darauf hingewiesen als einen Ruck an unserer Mauer gab. Der Transport blieb hängen, bei uns an der Natursteinwand (glücklicherweise ohne Mängel), allerdings beim zurücksetzen und erneutem Versuch dann auch bei unserer Nachbarin mit dem Resultat, daß eine Dachverkleidung ausgehebelt und verbogen wurde.
Der Fahrer, keines Deutsch mächtig, und seine zwei Gehilfen beschwichtigten und fingen an zu messen. Nach ca. 1 Stunde, mit Lasermessung und cm genauer Arbeit, konnte der Transport weiterfahren. Im Gespräch mit allen beteiligten und auch dem Führer des Warnfahrzeuges (welcher nur den Kopf schüttelte) schien die Sache klar. Aufgrund der ersten Nettigkeit machte unsere Nachbarin einen kapitalen Fehler – sie rief NICHT die Polizei.

Wir spulen vor – Dezember 2025. Die erste Gerichtsverhandlung lief an. Eigentlich sollten meine Frau und ich als Zeugen auftreten. Eine Einladung des Gerichts erhielten wir leider nicht. Der Fall wurde vertagt, da keine Zeugen auftragen. Unsere Nachbarin war frustriert, fragte berechtigterweise wo wir waren und beim Anruf auf dem Amtsgericht erhielten wir die lapidare Aussage „der Kollege sei aktuell krank und sie sind unterbesetzt“. Der Vertreter des Transportunternehmers hatte in der Gerichtsverhandlung gesagt, daß es kein Schwertransport war (Fotos mit CONVOI EXCEPTIONAL und auch Warnlichter mit „Schwertransport“ lagen dem Gericht vor) und das Gut auch nicht die gängien Maße überschritt. Natürlich waren alle Fahrer geschult (sind aber nicht vor Gericht erschienen) und natürlich waren es alle geschulte Fahrer. Die Nachbarin möchte einfach nur Geld sehen – daß war die Aussage des Anwaltes.
Der Richter vertagte. Im Februar gab es ein Schreiben der Amtsgerichtes, daß der gegnerische Anwalt unsere Nachbarin auf Versicherungsbetrug verklagen will. Nicht erwähnt bisher – der Streitwert: 600 Euro.
So musste unsere Nachbarin selbst das Szepter in die Hand nehmen, im Landratsamt anrufen, anfragen stellen die eig. ihr Anwalt machen müsste – immer mit dem Hinweis, wir können nicht weiterhelfen, Datenschutz, und so weiter und so fort.
Am vorigen Wochenende gab es den Befreiungsschlag – ein anderer Nachbar hat ein Foto gemacht als der Transport an der Wand hängen geblieben ist. Dieses wurde der Anwältin der Nachbarin zugespielt, welche nun auf einmal vollends tätig wurde – Landratsamt konnte bestätigen, daß der Transport NICHT durch unser Dorf hätte fahren dürfen, dieser für eine andere Route angemeldet war und man sieht auf dem Foto auch recht deutlich, daß die Ladungsmaße nicht wirklich für die Straße geeignet waren. Es bleibt also spannend.

Mich erschreckte an dieser Geschichte diese Untätigkeit der Stellen, die Geld dafür bekommen:

  • Amtsgericht schickt keine Vorladungen raus, da ein(!) Kollege krank
  • Anwältin kümmert sich nicht wirklich um die Sache (ist mir auch schon einige Male passiert und das mit mehreren Anwälten)
  • Gericht kümmert und hinterfragt nicht, warum Zeugen nicht kommen und ob da was schiefgelaufen wird – im Gegenteil wird dem „lauten“ Anwalt mehr Gehör geschenkt

Es ist bezeichnend, denn diese Geschichte zieht sich durch alle Formen in unserer Gesellschaft. Nur noch das nötigste tun solange es mich nicht selbst betrifft – aber Erwartungen bleiben hoch.

Zelda wird 40

Am 21. Feburar 1986 erblickte das erste Zelda in Japan das Licht der Spielewelt. Und während ich mein erstes Abenteuer erst ca. 1990 erleben durfte und es mich bis heute fesselt, so schaffte es Nintendo eine Marke neben Mario und Metroid zu etablieren und ein Genre zu prägen wie keine anderen bisher. Zelda lieferte Abenteuer die leicht zugänglich sind aber schwer zu meistern. Etwas was heute nur noch wenige Spiele vermögen. Und es prägte eine ganze Generation von Spielern. Noch im NES Zeitalter mit gedruckter Karte und dem Ziel, alles selbst zu erkunden und auch Geheimnisse herauszifinden ist es nun auf der Switch eine Mischung aus Abenteuer und Minecraft light.

Was bleibt ist ein nostalgischer Blick und jedesmal wenn ich Dark Souls spiele, die Erinnerung das Zelda den Grundstein für diese Art Abenteuerspiel legte. Alles gute!

https://www.polygon.com/zelda-40th-anniversary

Gerade las ich den Artikel über Typescript

Gerade las ich den Artikel über Typescript und Bash um festzustellen, daß meine Wahrnehmung im Bereich der Bildung nicht ganz abwägig ist. Im großen klagt der Autor, daß nicht alles mit dem neuesten Hypes erschlagen werden muss. Ein Interessanter Artikel:\n\nhttps://www.heise.de/meinung/Kommentar-TypeScript-ersetzt-Bash-Schwoert-ab-kehrt-um-9988584.html\n\n(als Antwort auf)\n\nhttps://www.heise.de/hintergrund/TypeScript-erobert-die-Kommandozeile-Das-Ende-von-Bash-9980116.html\n

Blut aus Nord – Ethereal Horizons

Blut aus Nord – Ethereal Horizons\n\nBin schon länger aus dem Thema Black Metal raus, da sich mittlerweile alles immer im Kreis dreht und im gewissen Alter auch eine gewisse Sturheit einhergeht, welche neue Musikgruppen den Einstieg ins Gehör erschwert. Und mal ehrlich, bei Klassikern wie alte BaN, Darkthrone, Emperor und Dissection wird es schwer sich noch gut daneben zu platzieren.\nWenn der Kopf hinter BaN Vindsval dann aber was raushaut, spitze ich die Ohren. Die letzten Experimente waren für mich eher durchwachsen. Eigentlich war der letzte Brecher wirklich die Memoria Vetusta III. Zwar schaffte es auch gelegentlich Hallucinogen auf die Anlage, aber Paein bleibt ein Meisterstück, direkt nach dem Konzeptalbum Ultima Thule!\n\nZurück zur neuen Veröffentlichung Ethereal Horizons – ein kurzes reinhören auf Bandcamp (https://blutausnord.bandcamp.com/album/ethereal-horizons) verschaffte schonmal die normale Spitze von 20 Sekunden zu überbrücken. Ich war gebannt, wie ich es schon lange nicht mehr wahr. Bereits nach dem Opener war das Album bereits erworben und lief in bisheriger Dauerschleife hoch und runter. Hier passt einfach wieder alles und es reiht sich in der Stimmigkeit direkt nach Ultima Thule ein. In meinen Augen sind UT und EH die besten Black Metal Alben die es bisher gab UND geben wird.\nDer Sound nimmt einen direkt mit, diesmal nicht roh abgemischt sondern sehr druckvoll. Passend um die Atmosphäre einzufangen. Die Riffs ziehen sich quer durch alle Lieder, die Harmonien welche vereinzelt auftauchen und das Klangbild – ich schwärme. Wer etwas für Black Metal übrig hat – holt es euch! Besser wird es 2025 nicht mehr, und 2026 auch nicht.

Ein Artikel über das Leinacher Hüttendorf 2024

Zum ersten Mal fand in der ersten Woche der Schulsommerferien in Leinach ein\nHüttendorf statt. 75 Kinder errichteten auf dem FC Sportgelände in Kleingruppen\nHütten aus Holzpaletten. Dabei wurden die Hütten nicht etwa nur\nzusammengenagelt, es wurde auch gestrichen, dekoriert und regenfest gemacht.\nDie Idee, das in vielen Ortschaften bereits etablierte Hüttendorf auch nach Leinach\nzu holen, kam Patrick Schneider zusammen mit seiner Partnerin Silvia Pronat.\nIntention dabei war, den Kindern ein erlebnisreiches Ferienprogramm zu bieten, bei\ndem Kreativität und auch etwas handwerkliches Geschick gefragt sind. Dabei\nstand immer der Spaß im Vordergrund, und alle Kinder konnten sich passend zu\nihren persönlichen Stärken einbringen.\nUnterstützt wurden die beiden Hauptorganisatoren durch die DPSG, den FC\nLeinach und die beiden Leinacher Feuerwehren. Vor Ort mitgeholfen haben Jana\nKrieger, Marta Adamo, Erik Schlothauer, Timo Schlothauer, Charlotte Künzig, Fynn\nThomas, Simon Kümmel und Janina Ballali.\nVon Montag bis Freitag wurde vom Morgen bis zum Nachmittag an den Hütten\ngearbeitet. Insgesamt 210 Paletten wurden dabei verbaut. Am Freitagnachmittag\nveranstaltete die Feuerwehr ein buntes Programm für die Kinder inklusive\nHüttendorfolympiade. Den krönenden Abschluss bildeten dann am Freitag eine\nFeier mit den Familien der Kinder und die anschließende Hüttendorfübernachtung,\ndie sich aufgrund der Witterung kurzfristig in ein kleines Zeltlager verwandelt hatte.\nNach der erfolgreichen Premiere soll das Hüttendorf auch im nächsten Jahr wieder\nstattfinden.\n

Immer wieder kommt mir in den Sinn…

Immer wieder kommt mir in den Sinn, wie es in der Zukunft weitergehen soll. In vielen kritischen Blogs lese ich dystopische Vorstellungen, wie es hier in Deutschland aussehen wird. Das deckt sich in manchen Bereichen auch mit meinen Beobachtungen, welche ich im Bereich Arbeitsumfeld und Ehrenamt mitbekomme.\nWir bereiten uns langsam auf eine Zukunft vor, welche wie in Idiocracy aussehen wird. Das meine ich sachlich und nüchtern.\nBeispielsweise bemerke ich sehr oft, dass neue Kollegen welche frisch aus dem Studium kommen (als Informatiker, Entwickler etc.) keine Grundkenntnisse über tiefe Programmierung und deren Tools mehr haben. Vielmehr wird das Wissen über Frameworks schwadroniert, ohne zu merken welchen Ballast sie mitschleppen. Etwas klappt nicht? Warten bis der Framework Maintainer das Problem löst. Git? Nie gehört, keine Ahnung wie das funktioniert. Code debuggen? Kann das VSCode?\nAlles was nicht vorgegeben wird, kann nur sehr schwer ausgeführt werden. Eine Kenntnis, wie etwas unter der Haube funktioniert gibt es nur noch selten. Auch die Leidenschaft, sich damit näher zu beschäftigen ist nicht mehr gegeben. Geht nicht? Das IT Team soll sich drum kümmern und mir eine Lösung zusammenbauen – so wird dann alles abgewunken. Am Ende bleibt eine Arbeitskraft, welche nur nach den Standards arbeitet und selbst keinen Fingerzug mehr macht, um Probleme zu lösen.\n\nWeiteres Beispiel im Ehrenamt. Kinder kommen zu unseren Gruppenstunden und wir versuchen Themen anzuschneiden, die nicht auf allen Interessen stoßen (gemischte Gruppe, Altersspanne 3 Jahre teilweise). Mir ist bewusst, daß nicht immer alle Interessen abgedeckt werden können, trotzdem kann man erwarten das Kinder im Grundschulalter sich auch mal etwas zurücknehmen. Doch ein Gemeinschaftsgesfühl existiert nicht wirklich. Sehr viele Kinder sind egozentrisch erzogen, verlassen oder stören die Gruppenstunde. Selbst wenn von 14 Kindern bis auf 2 alle mitmachen, stören 2 massiv die Gruppe. Und das sind keine Einzelfälle. Jede Gruppenstunden erfahren wir durch die Bank, daß Kinder immer mehr auf sich bezogen sind und es nicht schaffen, sich auch mal auf etwas neues einzulassen, was am Ende spannend sein könnte.\nIch sehe das auch im Verhalten in der Freizeit. Kinder gehen nicht mehr einfach raus und spielen. Sie werden verplant, in Vereine gepackt und ausgelagert. Immer in eine Schublade um verräumt zu sein. Einfach mal so treffen? Geht nicht, vorab muss alles geklärt werden. In den Vereinen tummeln sich Kinder, die eigentlich gar nicht hier sein wollen aber mangels Alternativen dann halt dort sind, dementsprechend keine Lust zur Mitarbeit haben und sich langweilen – was dann zu obigen Verhalten führt (in diesem Fall verständlicherweise).\n\nWenn wir unsere Kinder verlernen lassen, wieder etwas spontan als Gruppe zu organisieren und einfach mal Dinge laufen zu lassen, dann erhalten wir irgendwann Menschen, die nur nach vorgegeben Strukturen funktionieren. Wie sollen unsere Kinder lernen, sich auf neue Situationen einzustellen, in der Neugier zu erfahren wie Dinge funktionieren, auch mal Niederlagen einzustecken ohne gleich komplette zu eskalieren?

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