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Gerade las ich den Artikel über Typescript

Gerade las ich den Artikel über Typescript und Bash um festzustellen, daß meine Wahrnehmung im Bereich der Bildung nicht ganz abwägig ist. Im großen klagt der Autor, daß nicht alles mit dem neuesten Hypes erschlagen werden muss. Ein Interessanter Artikel:\n\nhttps://www.heise.de/meinung/Kommentar-TypeScript-ersetzt-Bash-Schwoert-ab-kehrt-um-9988584.html\n\n(als Antwort auf)\n\nhttps://www.heise.de/hintergrund/TypeScript-erobert-die-Kommandozeile-Das-Ende-von-Bash-9980116.html\n

Blut aus Nord – Ethereal Horizons

Blut aus Nord – Ethereal Horizons\n\nBin schon länger aus dem Thema Black Metal raus, da sich mittlerweile alles immer im Kreis dreht und im gewissen Alter auch eine gewisse Sturheit einhergeht, welche neue Musikgruppen den Einstieg ins Gehör erschwert. Und mal ehrlich, bei Klassikern wie alte BaN, Darkthrone, Emperor und Dissection wird es schwer sich noch gut daneben zu platzieren.\nWenn der Kopf hinter BaN Vindsval dann aber was raushaut, spitze ich die Ohren. Die letzten Experimente waren für mich eher durchwachsen. Eigentlich war der letzte Brecher wirklich die Memoria Vetusta III. Zwar schaffte es auch gelegentlich Hallucinogen auf die Anlage, aber Paein bleibt ein Meisterstück, direkt nach dem Konzeptalbum Ultima Thule!\n\nZurück zur neuen Veröffentlichung Ethereal Horizons – ein kurzes reinhören auf Bandcamp (https://blutausnord.bandcamp.com/album/ethereal-horizons) verschaffte schonmal die normale Spitze von 20 Sekunden zu überbrücken. Ich war gebannt, wie ich es schon lange nicht mehr wahr. Bereits nach dem Opener war das Album bereits erworben und lief in bisheriger Dauerschleife hoch und runter. Hier passt einfach wieder alles und es reiht sich in der Stimmigkeit direkt nach Ultima Thule ein. In meinen Augen sind UT und EH die besten Black Metal Alben die es bisher gab UND geben wird.\nDer Sound nimmt einen direkt mit, diesmal nicht roh abgemischt sondern sehr druckvoll. Passend um die Atmosphäre einzufangen. Die Riffs ziehen sich quer durch alle Lieder, die Harmonien welche vereinzelt auftauchen und das Klangbild – ich schwärme. Wer etwas für Black Metal übrig hat – holt es euch! Besser wird es 2025 nicht mehr, und 2026 auch nicht.

Ein Artikel über das Leinacher Hüttendorf 2024

Zum ersten Mal fand in der ersten Woche der Schulsommerferien in Leinach ein\nHüttendorf statt. 75 Kinder errichteten auf dem FC Sportgelände in Kleingruppen\nHütten aus Holzpaletten. Dabei wurden die Hütten nicht etwa nur\nzusammengenagelt, es wurde auch gestrichen, dekoriert und regenfest gemacht.\nDie Idee, das in vielen Ortschaften bereits etablierte Hüttendorf auch nach Leinach\nzu holen, kam Patrick Schneider zusammen mit seiner Partnerin Silvia Pronat.\nIntention dabei war, den Kindern ein erlebnisreiches Ferienprogramm zu bieten, bei\ndem Kreativität und auch etwas handwerkliches Geschick gefragt sind. Dabei\nstand immer der Spaß im Vordergrund, und alle Kinder konnten sich passend zu\nihren persönlichen Stärken einbringen.\nUnterstützt wurden die beiden Hauptorganisatoren durch die DPSG, den FC\nLeinach und die beiden Leinacher Feuerwehren. Vor Ort mitgeholfen haben Jana\nKrieger, Marta Adamo, Erik Schlothauer, Timo Schlothauer, Charlotte Künzig, Fynn\nThomas, Simon Kümmel und Janina Ballali.\nVon Montag bis Freitag wurde vom Morgen bis zum Nachmittag an den Hütten\ngearbeitet. Insgesamt 210 Paletten wurden dabei verbaut. Am Freitagnachmittag\nveranstaltete die Feuerwehr ein buntes Programm für die Kinder inklusive\nHüttendorfolympiade. Den krönenden Abschluss bildeten dann am Freitag eine\nFeier mit den Familien der Kinder und die anschließende Hüttendorfübernachtung,\ndie sich aufgrund der Witterung kurzfristig in ein kleines Zeltlager verwandelt hatte.\nNach der erfolgreichen Premiere soll das Hüttendorf auch im nächsten Jahr wieder\nstattfinden.\n

Immer wieder kommt mir in den Sinn…

Immer wieder kommt mir in den Sinn, wie es in der Zukunft weitergehen soll. In vielen kritischen Blogs lese ich dystopische Vorstellungen, wie es hier in Deutschland aussehen wird. Das deckt sich in manchen Bereichen auch mit meinen Beobachtungen, welche ich im Bereich Arbeitsumfeld und Ehrenamt mitbekomme.\nWir bereiten uns langsam auf eine Zukunft vor, welche wie in Idiocracy aussehen wird. Das meine ich sachlich und nüchtern.\nBeispielsweise bemerke ich sehr oft, dass neue Kollegen welche frisch aus dem Studium kommen (als Informatiker, Entwickler etc.) keine Grundkenntnisse über tiefe Programmierung und deren Tools mehr haben. Vielmehr wird das Wissen über Frameworks schwadroniert, ohne zu merken welchen Ballast sie mitschleppen. Etwas klappt nicht? Warten bis der Framework Maintainer das Problem löst. Git? Nie gehört, keine Ahnung wie das funktioniert. Code debuggen? Kann das VSCode?\nAlles was nicht vorgegeben wird, kann nur sehr schwer ausgeführt werden. Eine Kenntnis, wie etwas unter der Haube funktioniert gibt es nur noch selten. Auch die Leidenschaft, sich damit näher zu beschäftigen ist nicht mehr gegeben. Geht nicht? Das IT Team soll sich drum kümmern und mir eine Lösung zusammenbauen – so wird dann alles abgewunken. Am Ende bleibt eine Arbeitskraft, welche nur nach den Standards arbeitet und selbst keinen Fingerzug mehr macht, um Probleme zu lösen.\n\nWeiteres Beispiel im Ehrenamt. Kinder kommen zu unseren Gruppenstunden und wir versuchen Themen anzuschneiden, die nicht auf allen Interessen stoßen (gemischte Gruppe, Altersspanne 3 Jahre teilweise). Mir ist bewusst, daß nicht immer alle Interessen abgedeckt werden können, trotzdem kann man erwarten das Kinder im Grundschulalter sich auch mal etwas zurücknehmen. Doch ein Gemeinschaftsgesfühl existiert nicht wirklich. Sehr viele Kinder sind egozentrisch erzogen, verlassen oder stören die Gruppenstunde. Selbst wenn von 14 Kindern bis auf 2 alle mitmachen, stören 2 massiv die Gruppe. Und das sind keine Einzelfälle. Jede Gruppenstunden erfahren wir durch die Bank, daß Kinder immer mehr auf sich bezogen sind und es nicht schaffen, sich auch mal auf etwas neues einzulassen, was am Ende spannend sein könnte.\nIch sehe das auch im Verhalten in der Freizeit. Kinder gehen nicht mehr einfach raus und spielen. Sie werden verplant, in Vereine gepackt und ausgelagert. Immer in eine Schublade um verräumt zu sein. Einfach mal so treffen? Geht nicht, vorab muss alles geklärt werden. In den Vereinen tummeln sich Kinder, die eigentlich gar nicht hier sein wollen aber mangels Alternativen dann halt dort sind, dementsprechend keine Lust zur Mitarbeit haben und sich langweilen – was dann zu obigen Verhalten führt (in diesem Fall verständlicherweise).\n\nWenn wir unsere Kinder verlernen lassen, wieder etwas spontan als Gruppe zu organisieren und einfach mal Dinge laufen zu lassen, dann erhalten wir irgendwann Menschen, die nur nach vorgegeben Strukturen funktionieren. Wie sollen unsere Kinder lernen, sich auf neue Situationen einzustellen, in der Neugier zu erfahren wie Dinge funktionieren, auch mal Niederlagen einzustecken ohne gleich komplette zu eskalieren?

Proteste und der Schein des was Bewegens

Es ist nunmehr fast zwei Woche her seit den Bauernprotesten gegen die Ampelregierung. Vereinzelt wird noch zu Kundgebungen aufgerufen, doch der große Ansturm ist vorbei. Um die Proteste etwas zu mildern wurde das Treffen in Potsdam 2023 schnell herausgegraben (https://de.wikipedia.org/wiki/Treffen_von_Rechtsextremisten_in_Potsdam_2023). Und die mediale Manage zeigt nun die Vorführung eines gelenkten Organs, welches Unabhängig sein sollte. Aber wie, wenn Parteien um die Gunst der Schreiberlinge gieren?

Beobachten wir einmal den Ablauf. Die AfD legt seit Monaten zu, die Prozente steigen nach oben und überholen in einigen Bundesländern die etablierten Altparteien. So langsam bricht Panik aus, es könnte zum Umbruch kommen. Erinnern wir uns an die NPD in Sachsen (https://www.landtag.sachsen.de/de/mitgestalten/wahlen/wahlergebnisse-9124.cshtml). Der Untergang wurde herbeigerufen – passiert ist nichts. Auch wenn die Zahlen anders sind, die AfD agiert in einem Umfeld wie alle anderen Parteien auch. Somit dürfte ein Einzug oder gar gefürchteter Regierungswechsel keine großen Änderungen herbeiführen. Wie die Grünen einst mit Schilly und Fischer ganz schnell zu den Krawattenmarionetten wurden, so wird eine Weidel und ein Chrupalla ganz schnell eine Marionette des Regierungsapparates, sollte es zum Wechsel kommen.
Und all die Proteste? All der Aufschrei? Beschreiben wir es als Aufstand zur Belustigung. Die Leute sehen was, die Leute können ihren Frust auf der Straße auslassen aber es hat keine Auswirkung. Wir alle konnten Arbeiten, nichts fiel aus, keine nennenswerten Behinderungen (die wurden ja im Vorfeld „verboten“), die Wirtschaft (welche Stück für Stück abwandert) funktionierte weiter. Der Vorstand des Bauernverbandes sind in der CSU/CDU aktiv (https://www.csu-lauf.de/team/guenther-felssner/ – https://www.endlich-wachstum.de/wp-content/uploads/2016/02/Kap2-Wo-ist-das-Problem_Material_KG-04_Text-Rukwied.pdf) und sind daher auch als Opposition gegen die Ampel zu sehen – und haben 2021 schon in das gleiche Horn geblasen (https://www.welt.de/politik/deutschland/article228404937/Klimaschutz-CDU-Abgeordnete-wollen-Diesel-Subventionen-abschaffen.html). Wir lernen, es ist alles ein großes Theater welche uns nur Beschäftigen soll.
Was also bewegen Demonstrationen und Proteste? Sie bewegen nichts. Die Lenker haben entschieden und Stück für Stück wird voran gegangen. Ist der Protest zu groß, wird der letzte Schritt leicht zurückversetzt, aber trotzdem bleibt die Marschrichtung vorwärts.
Es interessiert niemanden, wenn alles trotzdem weiter geht und ohne Störungen voran geht. Von einem Verband, der selber politische Interessen befolgt, kann man auch nichts erwarten. CDU/CSU haben mit SPD schon koaliert. Um sich da nichts zu verbauen, wird man nicht zu tief mit dem Messer schneiden.

Klean Kanteen oder Sigg

Inmitten der Bauernproteste und dem gefährlichem Winter, möchte ich meine Erfahrungen zu zwei Produkten kurz niederschreiben.

Es geht um Trinkflaschen von Klean Kanteen und Sigg. Während ich erstere Marke seit knapp 4 Jahren im Einsatz hatte, ist Sigg erst seit 10 Monaten im Einsatz.

Klean Kanteen:

Die Marke rühmt sich mit Nachhaltigkeit und einem etwas robusterem Design. Die Nachhaltigkeit wird erreicht mit der Möglichkeit alle Teile der Produkte (Trinkflaschen) zu ersetzen. Über die Jahre musste das bei einigen Kindern auch oft getan werden. Zwar ist die Qualität der Metallflasche unbestritten gut, sehr robust und vergebend, was man leider vom Trinkteil nicht behaupten kann. Der Trinkverschluss wirbt schon damit, daß Kohlensäure nicht in die Flasche gefüllt werden soll. Soweit so gut, wenn man das tut, überrascht einem eine nasse Sport-/Büchertasche. Man wurde ja gewarnt.
Noch weniger schön ist allerdings, daß die Flaschen auch ohne Kohlensäure bei etwas mehr Bewegung gerne mal auslaufen. Sei es, weil der Trinkpropfen nach 2-3 Wochen bereits ausgeleiert ist, der Gummipropfen zum Luftauslass nicht mehr richtig sitzt oder einfach das ganze Teil total verschlissen ist. Auch was sich über die Wochen für ein Belag anbsetzen kann ist eine wahre Pracht. Ingenieurwissen: je mehr bewegliche Teile, desto mehr Arbeit – desto mehr Ablagerungen.
Kann nach einigen Wochen bei Kleinkindern schon spannend werden, was darunter so alles zu finden ist.
In der Regel kann der Trinkaufsatz nach 3-4 Monaten spätestens gewechselt werden, da er nicht mehr hält. Preis, wenn man das in Deutschland offiziell bezieht – 7 Euro PRO Einheit.

Sigg:

Zwar wird Sigg gerügt, seine Flaschen aus Aluminium zu machen, aber am Ende gibt es auch eine Metalversion der Trinkflaschen. Mir war anfangs nicht bewusst, daß sie auch eine eigene Linie für Kinder haben. So haben wir es durch Zufall gewagt, eine Flasche zu kaufen (DM sei Dank).
Während unsere kleinste nun seit mittlerweile 10 Monaten die Flasche besitzt, erlaube ich mir ein kleines Fazit. Die Flasche ist robust, gleichzusetzen wie bei Klean Kanteen. Aber noch besser – aufgrund der einfacheren und durchdachteren Technik beim Trinkaufsatz sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der Inhalt kann Kohlensäure enthalten, alles kein Problem. Auch bei heftigen Bewegungen kein Austritt von Flüssigkeit. Der Trinkverschluss ist so konzipiert, daß eine einfache Reinigung möglich ist. Schluss mit Essensresten im Propfen! Auch der Austausch (welcher bisher bei mittlerweile 3 Flaschen) ist nicht notwendig. Der letzte Kauf für die Kinder ist 6 Monate her – kein Austausch nötig. Wöchentlich wird der Verschlussgummi am Deckel einfach gereinigt und auch die Trinkvorrichtung wird einfach mit einem Schwamm und einer kleinen Bürste gereinigt. Selbst wenn ein Austausch nötig ist, beträgt der Preis knapp die Hälfte von KK – nämlich 4 Euro. Aber aktuell sehe ich da keine Notwendigkeit.

Fazit:

Während KK gerne auch Nachhaltigkeit setzt, liefert diese Sigg. Meine persönliche Trinkflasche, welche ich von einem Schweizer Unternehmen mal als Geschenk bekam, hat mittlerweile 5 Jahre auf dem Buckel und wird alles andere als Pfleglich behandelt. Beulen erzählen ihre Geschichte, aber immer noch kein Austritt von Flüssigkeit (egal ob Sprudel oder nicht). Auch der Preis ist mehr als gerechtfertigt. Die Anschaffung beider Trinkflaschen (0,7l) liegt ähnlich hoch, doch ist jeden Pfennig wert. Meine Empfehlung daher – Sigg!

Twitter / X und die deutsche Wahrnehmung

Auch wenn ich mir gerne pessimistische Blogs über Deutschland ansehe, die Beiträge meistens mit einem Schmunzeln lese und auch selbst betroffen bin, von der lahmen Bürokratie, das schwer funktionierende Gesundheitssystem und vieles mehr – oft bin ich überzeugt, daß es noch nicht soooo schlimm ist. Aber eines, das verbittet sich schon seit mehreren Jahren bei mir – Deutschland als irgendeinen Standard anzusehen.
Wenn ich mir anderen Länder ansehe, die Presselandschaft verfolge (was immer weniger wird, da doch viele Meldungen mittlerweile mehr oder weniger nur Stimmung erzeugen sollen) so merke ich immer mehr, daß wir Deutsche mehr und mehr zu einer Forderungsgesellschaft werden. Wir möchten jedem Vorschreiben wie und was er zu tun hat, möchten auf fremden Platformen unseren Willen durchsetzen. Ich vergleiche das immer gerne mit einem Hausgastvergleich:

Wenn ich Gast bin in einem Haus, dann darf ich natürlich jederzeit nach bestehenden Dingen fragen (Essen, Toilette etc.), gerne auch mal etwas anfragen. Aber sobald ein Gast anfängt zu fordern (ich will statt Wasser Limonade, ich will statt Brot einen Braten…), dann hört es mit der Gastfreundschaft auf. Mittlerweile sind wir auf dem Niveau solche Forderungen an andere zu stellen, oft im Einklang mit dem Datenschutz und der Sicherheit etc. Es ist eine gute Sache und wir sollten uns im klaren sein, daß der Datenschutz eine wichtige angelegenheit ist. Man sollte aber auch einen Blick darauf werfen, woher 99% unserer Online-Dienste bspw. herkommen und aus welchem Kulturansatz. Wie wird dort der Datenschutz gesehen? Wie wird dort alles gehandhabt?
Stellt man nun beide Sichtweisen nebeneinander, dann klafft – historisch bedingt – eine große Lücke. Nun kann ich als Gast natürlich bitten, meinen Wünschen zu entsprechen. Wird dies nicht getan, so bleibt mir als Gast eigentlich nur der Weg in ein anderes Haus, welches evt. meinen Wünschen entspricht oder ich baue mein eigenes Haus mit meinen Regeln und Wünschen.
Nun regelt der Markt oft manche Angelegenheit. Bin ich bereit, Geld zu zahlen für Dienste die meinen Extrawünschen entsprechen? In Deutschland sind wir, denke ich, sehr pragmatisch – wir zahlen wenig für Onlinedienste wenn sie uns keinen wirklichen Nutzen bringen. Ergo, nehmen wir kostenlose Dienste (die wir mit unserem Verhalten und unseren Daten zahlen) in Kauf und agieren dort.

Seit letztem Jahr hat Elon Musk Twitter übernommen. Die Platform steht für schnellen Informationsfuß, Tratsch und teilweise kuriosen Informationen und Einträgen. Das Beben in den Staaten war groß, denn Twitter hat dort durchaus gesellschaftlichen Einfluss. Twitter betrieb in Zusammenarbeit mit Agenturen und regulatorischen Bebhörden eine mehr oder wenigen offenen Informationsraum. Wie bei jeder Zensur, entscheidet aber immer noch ein Mensch über bestimmte Regelungen und da spielen durchaus empfindlichkeiten und Anweisungen eine Rolle. Die Twitter Files ( https://www.npr.org/2022/12/14/1142666067/elon-musk-is-using-the-twitter-files-to-discredit-foes-and-push-conspiracy-theor ) legten hier die Beweise dar. Nach der Übernahme versprach Musk, die Platform wieder zu dem zu machen, als was sie angedacht war – als Stimme des Volkes ( https://www.wired.com/story/twitter-digital-governance-elon-musk-polls/ ). Auch wenn viel Schein dahinter steckt, so hat man recht schnell bemerkt, daß der Ton rauer geworden ist, viel mehr Informationsfluss über kontroverse Themen herrscht und auch die Beschimpfungen zugenommen haben – zumindest nimmt man das in Deutschland so wahr. Denn in den Staaten dürfte sich, bis auf einen Ruck in die konservative Ecke, weniger getan haben. Der Ton war dort schon immer rau (als Abbild der Gesellschaft) und auch die behandelten Themen waren mehr als kontrovers. Hierfür gibt es nun die Community Notes, welche zu kontroversen Themen Stellung nehmen kann und Informationen bestätigen kann oder eben als falsch markieren kann.

Auf heise ist nun ein Artikel erschienen ( https://www.heise.de/hintergrund/X-Twitter-unter-Elon-Musk-Rueckblick-auf-ein-chaotisches-Jahr-9339617.html ) der nun das eine Jahr unter die Lupe nimmt und alternativen aufzählt. Mit etwas Medienkompetenz wird man schnell raushören, wer heute noch Twitter nutzt gehört doch eher zu den konservativem Klientel und sollte lieber auf Alternativen ausweichen. Hier stößt es mir auf, die deutsche Überheblichkeit, welche wieder einmal indirekt Forderungen stellt – die verlorene Zensur, die „Safe-Spaces“ – all das fehlt. Wir weisen auf alternativen hin, welche aber geringe Nutzerzahlen haben, nicht richtig funktionieren oder eben nicht den Raum abbilden den wir möchten. Und wir wollen nicht sehen, daß am Ende die meisten Leute am Ende doch bei X bleiben werden. Denn dort passiert eben das relevante. Wenn ein deutscher Minister nun sein Unwesen auf Mastodon treibt, die EU versucht eine eigene Instanz zu betreiben – nun ehrlich – wen interessiert es in der Welt? Wird ein Japaner, ein Amerikaner, ein Afrikaner sich auf EU eigenen Instanzen rumtreiben? Wird ein Präsident der vereinigten Staaten, ein Scheich der Emirate auf einer Mastodon Instanz seine Gedanken kundtun, ohne Reichweite? Die Antwort kann sich jeder selbst ausmalen.
Wir wollen etwas bequemes, was uns nicht sauer aufstößt – dann sollten wir das eigene Haus aufbauen uns aber nicht wundern, wenn wir nichts mehr mitbekommen und alles kontroverse liegenbleibt. Oder wollen wir der durchaus dreckigen Realität ins Auge sehen? Das wir zwar einen hohen, menschlichen Standard hier in Deutschland und der EU pflegen, dieser aber wirklicherweise, fast einzigartig ist und eben die Welt und viele Leute eben diese kontroversen Gedanken und Ängste haben? Und wenn wir uns dieser Aufgabe stellen, sollten wir das ohne Wertung tun.

Simpler Time Tracker mit SQLite

Seit langem suche ich etwas, wo ich meine Aufgaben und Kommentare + Zeit sauber hinterlegen kann. Gerade im Datenverarbeitungsbereich möchte ich irgendwann eine saubere Auflistung aller Tasks die über die Monate, Jahre etc. angefallen sind. Nun habe ich Zeitlangs eine Obisdian Tabelle geführt, eher schlecht als recht. Zwar konnte ich da alles schön hinterlegen und aufarbeiten, aber am Ende fallen die Daten dann in ein Loch und richtig auswertbar ist das auch nicht. Dann kommt Excel – schön und gut, aber das XLS Format ist nicht sehr robust. Daher musste was einfaches her. Für eine große Datenbank ist es zuviel, daher die Entscheidung auf SQLite. Der Aufbau ist relativ simpel gehalten. Zugriff erfolgt via DataGrip aber es gibt hier sicherlich genug alternative und GUI die einen Zugriff erlauben. Schema ist weitgehends einfach:

create table main.worktime
(
year integer not null,
month integer not null,
day integer,
task TEXT not null,
code_comments TEXT,
status TEXT,
task_time REAL not null
);

Auswertung erfolgt über JupyterLab (das Skript wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt um mal die Plus Variante zu testen). Hinzugefügt wurden das Datum und die Wochenauswertung:

# Importing SQLite and other required libraries
import sqlite3
import matplotlib.pyplot as plt
import pandas as pd
from datetime import datetime, timedelta
# Connect to SQLite database or create one if it doesn't exist
conn = sqlite3.connect("TimeTracker.sqlite")


# Function to generate reports from the SQLite database
def generate_reports(year=None, month=None, day=None, weekly=False):
    query = "SELECT * FROM main.worktime WHERE 1=1"
    params = []
    
    if weekly:
        today = datetime.now()
        start_week = today - timedelta(days=today.weekday())  # Monday of the current week
        end_week = start_week + timedelta(days=6)  # Sunday of the current week
        year = start_week.year
        month = start_week.month
        query += f" AND (date(year || '-' || month || '-' || day) BETWEEN date('{start_week.date()}') AND date('{end_week.date()}'))"
    
    elif year:
        query += " AND year = ?"
        params.append(year)
    if month:
        query += " AND month = ?"
        params.append(month)
    if day:
        query += " AND day = ?"
        params.append(day)
    
    df = pd.read_sql_query(query, conn, params=params)
    if df.empty:
        print("No data available for the selected date range.")
        return

    if weekly:
        title = f"Weekly Report for the current week starting from {start_week.date()}"
    elif day:
        title = f"Daily Report for {year}-{month}-{day}"
    elif month:
        title = f"Monthly Report for {year}-{month}"
    else:
        title = f"Yearly Report for {year}"
    
    summary = df.groupby('task')['task_time'].sum().reset_index()
    
    plt.figure(figsize=(10, 6))
    plt.bar(summary['task'], summary['task_time'], color='blue')
    plt.xlabel('Task')
    plt.ylabel('Time Spent (hours)')
    plt.title(title)
    plt.xticks(rotation=45)
    plt.show()

# Uncomment the following lines to generate reports in your Jupyter Lab 
current_date = datetime.now()
default_year = current_date.year
default_month = current_date.month
default_day = current_date.day

generate_reports(default_year)  # Yearly report for 2023
generate_reports(default_year, default_month)  # Monthly report for October 2023
generate_reports(default_year, default_month, default_day)  # Daily report for 2023-10-06
generate_reports(weekly=True)

Für die schnelle Erfassung ein schönes Tool. Mal sehen wie sich das bewährt.

Hintergrund Info: https://dannb.org/blog/2022/obsidian-daily-note-template/

Stand der Kinder 2023

Nachdem ich gestern ein Fußballseminar besucht habe, was im speziellen die Kinder- und Jugendarbeit ansprach, gab es im Kanon ein paar erschreckende Dinge, wie es um unsere Kinder heutzutage steht.
Anwesende waren verschiedene Trainer von den Bambinis bis zur U11 aus verschiedenen ländlichen und städtischen Vereinen. Das Thema war, gerade aktuell, die Umstellung auf Minifußball und die damit verbundenen Benefits.

Warum ist Minifußball so kontrovers angesehen? Viele Argumente sprachen auf die Leistungslosigkeit, die „alle-sind-Gewinner“ Mentalität etc. Im ersten Kontext (und wir sprechen von Kindern im Alter von 6-8) scheint das eine gute Sache, auch wenn ich als Vater selbst nicht ganz vom „alle-sind-Gewinner“ Prinzip überzeugt bin. Ehrlicherweise muss ich aber eingestehen, daß zwar keine nackten Tabellen mehr über Sieg und Niederlage bestimmen, sondern durch das Rotationsprinzip auf dem Platz man visuell wahrnehmen kann, wer da gut ist und wer eben nicht.
Nach gut einer langen Präsentation und Vorführung am eigenem Leib finde ich die Idee mittlerweile nicht ganz so schlimm. Doch ein Punkt berührte mich ungemein.

Auch einer der Hauptgründe für diese Maßnahmen, sind neben Trainermangel, auch Grundlegende Sachen. Viele Kinder sind sportlich nicht mehr in der Lage diese Punkte zu erfüllen, die man für ein reguläres Fußballspiel brauchen würde. Vielen Kindern mangelt es an motorischen Fähigkeiten (ich hörte von vielen 10 jährigen die keinen Purzelbaum mehr können, nicht vom Vorderfuß abspringen können etc.), welche es ihnen nicht ermöglicht erfolgreich in ein Training zu gehen und die Leistung abzurufen. Nun wäre der Ansatz, die fehlenden Fähigkeiten beim Training evt. anzutrainieren, was aber einen enormen Zeitaufwand beträgt und einige andere Kinder hinten anstellt. Also ist der Ansatz verworfen, denn als Fußballtrainer bist Du eben kein Turntrainer oder Elternteil, welcher solche Dinge vermittelt. Das ist sich der DFB und die Landesverbände auch bewusst und daher kommt die Umstellung auf das Verfahren (trotz viel Kritik – https://www.fupa.net/news/kritik-am-mini-fussball-bfv-bezieht-stellung-und-bringt-argumente-2971809).

Am Ende des Tage sprechen wir hier von einer Anpassunge an eine neue Situation. Kinder mangelt es an Sozial-, Bewegungs- und Bildungskompetenz und als Verein muss man sich dieser Herausforderung stellen. Es ist daher gut die Kinder, wenn sie eh schon genug auf dem Buckel haben (Stichwort: bis 16.00 in der Betreuung, direkt zum Training etc), so abzuholen und wenigstens etwas in das Sportleben zu integrieren. Das Problem allerdings, liegt ganz woanders.

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